Fahrsport ist eine Form des Pferdesports und bezeichnet im weitesten Sinne das Fahren mit Kutschen und Wagen.
Wie alle Arten des Reitsports kann das Fahren als Freizeit- sowie auch als Turniersport ausgeübt werden.
Auch hier gibt es verschiedene Disziplinen wie das Dressur-, das Kegel- sowie das Marathonfahren im Gelände.

Gefahren wird in der Dressur nach Achenbach, dem Begründer der Fahrlehre gegen Anfang des letzten Jahrhunderts, nach der im deutschen Turniersport gefahren wird. Diese Fahrlehre legt besonderen Wert auf Sicherheit für Pferd und Fahrer und auch auf die Pferdeschonung.
Grundlage jeder Dressur, ob beim Reiten oder Fahren, ist die Ausbildungsskala. Pferde müssen einen geregelten Takt gehen, wichtig ist die Losgelassenheit des Pferdes und die Anlehnung des Pferdes ans Gebiss. Diese Elemente werden in der A-Dressur überprüft. Weiterhin wichtig sind der Schwung und das Geradegerichtetsein der Pferde, wobei mit Geraderichten auch eine exakte Biegung gemeint ist. Das Pferd muss mit seinen Hinterhufen in die Spuren der Vorderhufe treten, um dieser Anforderung nachzukommen. In der M-Dressur kommt dann die Versammlung des Pferdes als 6. Element hinzu. Beim Fahrsport muss dies erreicht werden mit Stimme und Leine, der Schenkel des Reiters wird durch die Peitsche ersetzt. Gewichtshilfen, wie beim Reiten, stehen nicht zur Verfügung. Hinzu kommt, dass das Pferd seinen eigenen Schwerpunkt durch die Zugbelastung weiter vorne liegen hat, als beim Reiten. Insbesondere das Element der Versammlung wird dadurch sehr schwer zu erreichen.
Anders als beim Reiten umfassen Fahrturniere üblicherweise alle Disziplinen des Fahrens. Das sind Dressur, Hindernisfahren (Kegel) und Geländefahren. Diese Disziplinen werden zwar auch separat platziert, darüber hinaus ergibt sich aber auch eine kombinierte Wertnote und die dazugehörige eigene Platzierung. Diese Siege sind besonders begehrt. Auch Meisterschaften werden nach diesem Modus ausgetragen.
Im Fahrsport gibt es eine „Kleiderordnung“ für den Fahrer und Beifahrer. Vorgeschrieben sind Handschuhe, Hut, Peitsche und Bockdecke.
Ausserdem muss mindestens ein Beifahrer mitfahren. Diese Regel rührt aus der Tradition, dass ein herrschaftliches Gespann zwar von einem Gutsherrn gefahren werden konnte, das Anspannen und Halten der Pferde aber von einem Groom (dem Pferdepfleger) erledigt wurde.
Heute dient der Beifahrer auch der Sicherheit, insbesondere auf der Straße / an der roten Ampel ist ein Beifahrer unerlässlich. Beim vierspännigen Fahren sind sogar zwei Beifahrer vorgeschrieben, damit das vordere und hintere Pferdepaar jeweils beaufsichtigt werden kann.
Auf Fahrturnieren wird im allgemeinen ein-, zwei- oder vierspännig gefahren.